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Rodenberg ist Sitz der Samtgemeindeverwaltung und mit über 6.000 Einwohnern der größte Ort der Samtgemeinde.

Schon in vorgeschichtlicher Zeit wussten die Menschen die Vorzüge der Gegend zu schätzen und siedelten sich in diesem Gebiet an. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 930 von einem Schaumburger Grafen der hier in Rodenberg einen Wehrturm errichten ließ. Später im Jahre 1228 wurde in ca. 12 jähriger Bauzeit das Rodenberger Wasserschloss erbaut, von dem heute nur noch Teile erhalten sind.

1615 bekam Rodenberg die Stadtrechte verliehen. Der Name Rodenberg in der heutigen Schreibweise wurde 1632 zum ersten Mal verwendet. Die Bedeutung "Rodenberg" stammt im Übrigen nicht von der Rodung des Hügels im westlichen Teil der Stadt, sondern von der Färbung des Berges bei Sonnenuntergang (roter Berg). Im Laufe der Jahre wurde daraus die heutige Schreibweise Rodenberg.

1640, nach dem Tod von des letzten Schaumburger Grafen, fiel Rodenberg an die Landgrafschaft Hessen-Kassel. 1718 wurde eine Heilquelle entdeckt, die innerhalb kürzester Zeit sehr bekannt wurde. Noch heute ist der Brunnen erhalten. 1787 wurde im Nachbarort Nenndorf dann bei den Schwefelquellen ein Badehaus errichtet.

Am 05. November 1859 brannte ein Großteil von Rodenberg ab, leider auch davon betroffen war das Wasserschloss, von dem heute nur noch das Ständehaus erhalten ist. Ein Großteil der Steine des abgebrannten Wasserschlosses wurden für den Bau von anderen Gebäuden genutzt, unter anderem für den Ratskeller, die Domäne und für Gebäude in Nenndorf.

1866 fiel Hessen an Preußen und Rodenberg gehörte dadurch ebenfalls zum preußischen Reich. 1932 wurde Rodenberg und Schaumburg der preußischen Provinz Hannover zugeschrieben, bis 2004. Dann wurden alle niedersächsischen Regierungsbezirke aufgelöst.
 
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